STICKAROUND_Deckblatt_Seite_1_edited.jpg

 

STICK AROUND

“hosten statt ghosten” 

Langfristig möchten wir eine Einladung an Künstler*innen, Expert*innen und Besucher*innen aussprechen. Dabei ist es egal ob man nun selbst betroffen ist, in dem Bereich arbeitet, oder durch das Umfeld Erfahrungen mit Suizid gemacht hat. Wichtig ist uns, das wir eine kontinuierliche und vielfältige künstlerische Auseinandersetzung zur Thematik initiieren wollen. Den Gewinn, den wir in der Form des Kollaborierens sehen, ist, dass sie auffordert bewusst die Komfortzone der eigenen Expertise zu verlassen und dazu einlädt die Thematik inhaltlich mutig und divers zu befragen. Die Form soll neue künstlerisch Formate und ästhetische Setzungen erfinden, in denen es humorvoll zugehen darf, obwohl es um ein Tabuthema geht.

infos unter : sabrinat@stickaround.ch und mikkil@stickaround.ch

einstmals

"An einem Sonntag im April"

Eine Stückentwicklung
von
Ernte Olafson und
Kompliz*innen

Umladung

Der Theaterabend “An einem Sonntag im April” wird wegen des Coronavirus ins Netz umgeladen und heisst jetzt neu „Million reasons to give up - but we stick around. Was wenn eine*r nicht mehr kann?“. Es entsteht ein Kunstwerk im Netz, das sich mit dem Phänomen des Jugendsuizids auseinandersetzt. Ausgehend von der Frage: Was, wenn ein junger Mensch drauf und dran ist sich aus dem Leben zu verabschieden? Suchen wir die Antworten im “wo das Zuhören beginnen und wann das Weghören enden kann.” 

 

Wir kommen asap auf euch zurück und sehen uns im Netz.

 

Digital hug und bleibt gesund.

Ernte Olafson

 

Grosser Dank für die bisherige Zusammenarbeit:

Danke Simon Paul Schneider (Autor) für den tollen Text, Ronja Rinderknecht (Musikerin)  danke für dein emotionales Soundbett, Danke Dr. Gregor Berger (Beratung) für ihre Expertise und danke Nina Mattenklotz (Komplizin) für deinen Blick. Eure Perlen fliessen auf die ein oder andere Art in die Umladung.

 
 

Ernte Olafson

Ernte Olafson ist ein Kreis von Künstler*innen, die gemeinsam für das Theater neue Erzählformen kreieren,

denn wir lieben es zu forschen, zu kollaborieren und unser Praxisfeld zu erweitern.

YANNIK BÖHMER, SABRINA TANNEN und OLAF OLAFSON sind ERNTE

OLAFSONS Kompliz*innen der ersten Stunde.

Sabrina Tannen
ist auf der Durchreise in Paderborn geboren und aufgewachsen in der Hansestadt Hamburg. Nach dem Abitur war das eigentliche Ziel Neurologie zu studieren, aber der  “Zufall” wollte es anders und so arbeitete sie als Regieassistentin mit den Kriegenburg, Stemann und Pandur am Thalia Theater Hamburg. Völlig verknallt ins Theater studierte sie Schauspiel am Mozarteum Salzburg und brennt seitdem fürs Geschichten erzählen. Als freie Schauspielerin zog sie von Theater zu Theater unter anderem ans Schauspiel Bonn, Stadttheater Saarbrücken, Lan destheater Linz, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Maxim Gorki Theater, sowie erste Ausflüge in freie kollaborative Zusammenarbeiten für die Art Basel mit Julia Geröcs. Als Sprecherin arbeitete und arbeitet sie bislang beim DLF und für die Heinrich Böll Stiftung. Der Forschergeist und der Wunsch mehr als eine Funktion zu sein - trieb Sabrina neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin an die Limmat. Hier studierte sie bis vor kurzem an der Zürcher Hochschule der Künste den Master in Regie. Sie brennt für dramatische Stoffe, liebt es den Dingen auf den Grund zu gehen und findet nix schlimmer als reproduzieren. Aus diesem Antrieb entstanden bereits während  des Studiums interdisziplinäre Arbeiten und das Rechercheformat / die Reihe „Festival der  Liebe“ in der Kulturhaus Helferei. 

Aktuell ist sie in dem Film “NICO” von Eline Gehring zu sehen und Ende Sommer In “YOUTH TOPIA” von Dennis Stormer beim Zürich Film Festival. Derzeit entwickelt sie eine Online / Kulturplattform “STICK AROUND” recherchiert für eine Schweizer Version von “Sindy & Roman. Zu Hause in Europa.”

Yannik Böhmer

ist 1992 in Hannover geboren und aufgewachsen. 

Nach seinem Abitur arbeitete er in

unterschiedlichsten Funktionen in der freien Theater Szene und am Schauspiel

Hannover und lernte dadurch das Theatermachen direkt aus der Praxis.

2013 wurde er als Regieassistent ans Deutsche Theater in Berlin engagiert. Neben Assistenzen bei Andreas Kriegenburg oder Stefan Pucher entstanden erste eigene Inszenierungen für das Junge DT.

Er entschloss sich danach für ein Regiestudium und wurde «sur dossier» in den Studiengang Master Theater Regie in Zürich, unter der Leitung von Nicolas Stemann und Stephan Müller, aufgenommen.

Er beschäftigt sich in seinen Arbeiten auf vielfältige Weise mit moderner Dramatik und philosophischer Metaphorik

2018 Inszenierte er «Einige Nachrichten an das All» von Wolfram Lotz als Koproduktion zwischen der ZHdK und dem DT Berlin und die Uraufführung von «Hamstergemetzel» von Ralf N. Höhfeld in der «theaterwerkstatt hannover». Am Schauspielhaus Zürich ist er zuletzt Gast in Nicolas Stemanns Inszenierung

«Der Streik» (Live Video) und erarbeitete gemeinsam mit Alicia Aumüller den filmischen Lockdown-Essay «Window talk». Für das Zürcher Theaterspektakel entstand gemeinsam mit der Regisseurin Barbara Weber die Produktion Zombie TV, die als Online Cartoon Lecture Serie über Showings sowie Streaming

zahlreiche Leute erreichte.

2021/22 ist er Berlin Stipendiat in der Sektion Darstellende Künste an der Akademie der Künste.

Olaf Olafson

Olaf Olafson bildender Künstler und Familienvater. Er liebt es barfuss zu gehen und die Polarlichter zu beobachten. Er hat den Künstler Olafur Eliasson, die sich aus der Grundschule kennen, zu seinem berühmten Werk dem "Eiswatch" inspiriert. Aktuell steht er Ai weiwei beratend bei seinem Rechtsstreit mit der Credit Suisse zur Seite. Er hält sich gern im Hintergrund. Aber keine Arbeit von Ernte Olafson wäre ohne ihn zu denken.

 

 © 2021 by Ernte Olafson EV